Freitag, 13. März 2009

Dies ist das Ende.

Über die Zukunft der USA wird heftig gestritten. Die einen meinen, dass sie ein zum Untergang verdammter Dinosaurier ist, der ohne jeden Zweifel von der Weltmacht in die Mittelmäßigkeit abrutschen wird, während die anderen ihr eine große Zukunft (und Gegenwart und Vergangenheit) prophezeien und ihr die tragende Rolle in der menschlichen Entwicklung zusprechen.

Wen kümmerts...

Ich bin wieder hier, hier ist gleich Schluss und dieses Büchlein enthält nur noch die Auflösung (1), einen letzten Rat (2), den Abspann (3) und ein klitzekleines bißchen Werbung (4).

1. Der Gärtner wars.
2. Benutzt Sonnenschutz.
3. Bestboys: All die wunderbaren Leute, die ich drüben traf, die mich hier vermissten und die diesen Blog über genau 150 Einträge verfolgten. - Set Medic: Rabkin MD - Catering: Sam Adams.
4. Ich habe gefallen am Bloggen gefunden und werde es weiter tun. Da ich mein kleines Reisetagebuch nicht mit dem von nun an thematisch total Ungebundenen vermischen möchte, werde ich dies nicht hier sondern in einem neuen Blog tun.

Max: Tschüss.
Max: (Geht ab)

Montag, 9. März 2009

Pandorra's Büchse.

Seit ich hier bin gehe ich meinem Umfeld auf die Nerven. Amerika hier, USA das, New York jenes. Größer, schneller, besser. Schöner, netter, aufregender!
Zürich, Freiburg, Dresden und erst recht Freiberg oder Cottbus: Drecksnester. Kein Puls, nur objektophiler Charme. Kein Leben, nur nekrophile Attraktivität.

"World's greatest city" zog mich in ihren Bann. Und alle müssen jetzt darunter leiden. (Ha! - Sorry.)

Doch Deutschland ist ein armes Land (an das ich nichtmal mehr nachts zu denken wage). Raucher überall, dumme Kinder und kein Sinn für das Gemeinsame. Kooperation heisst Bürokratie und Regeln sind das Manifest. Kreativität rutscht nach links und Ordnung nach rechts. Der Bullenstaat vergisst den Anschein zu wahren und politisch ist nur Wahlkampf ("Tanderadei."). Gewöhnlichkeit spielt hier den Adel und Stil gibts jetzt bei kik. Eleganz wich falscher Coolheit und Denker wichen MTV. Visionen wichen RTL und der Weisen Taten wichen der Ruhe des Mobs.

Und ich sitz hier - Aktion im Blut, Prokrastionation im Kopf.
Ich bin wieder hier. Nur zuhause bin ich nicht.

Dienstag, 17. Februar 2009

Ich nehm die Vier-Null-Eins.

Sprach der Praktikant und bestieg den Firmenjet. Ohne Upgrade in die Holzklasse. Sitze ohne Laptopfreiheit, Essen aus der Asiette, O-Saft aus dem Becher (US-Gesellschaften servieren aus der Dose. Und die ist größer.). Spass ist anders.

Fieber, Platzmangel und ein bescheidenes Unterhaltungsprogramm lassen mich an die Notwendigkeit von Karriere und Business-Class-Tickets glauben.
Reisen ist nichts, wenn man keinen Komfort hat.

Im Morgengrauen fiel der Deutsche dann im Osten (von Drüben aus gesehen) ein und erreichte Frankfurt. Früh um fünf ist am Flughafen keine Sau, die Geschäfte sind zu und es geht zu wie in einem Vorort von Dinslaken (diese kleinen Strohdinger aus Westernfilmen rollen durchs Bild). Nur die Sicherheitskontrollen arbeiten. Drei (in Worten drei) Gepäckkontrollen vom einen Gate zum nächsten! Wenigstens habe ich aus dem Vegas-Trip gelernt und meinen Kaffee getrunken, bevor er als Gefahrgut entsorgt werden konnte (Ha!). Und alles nur um nach Zürich zu kommen...

Zürich ist doof. Total 80er, nett aber langweilig. Einkaufsstraße, Flüßchen, Hügel. Und nen See. Niedlich aber unspektakulär. Toll an der Schweiz sind nur die Zöllner (im Anzug aber bei Deutschen Touristen uninteressiert) und das Geld (5 Franken-Stücke sind gigantisch). Vielleicht war ich auch nur zu müde (nach US-Zeit war es nämlich nachts um vier und geschlafen hatte ich nicht)...

PS: Meine niedliche Sitznachbarin hat den gleichen Bildschirmhintergrund. Oh, kleine Welt - Oh, Komödie.
PPS: Wir haben eben die 1000 km/h-Grenze (Geschwindigkeit über Grund) geknackt.
PPPS: Ein wenig spät, aber letztendlich doch veröffentlicht (Passiert, wenn man Beiträge in in Gegenden oder Verkehrsmitteln schreibt in denen es im Gegensatz zu den USA nicht überall freies WLAN gibt).

Montag, 16. Februar 2009

Zeitverzug.

Sechs Stunden hinkt New York der Alten Welt hinterher. Sechs Stunden steht man dort später auf, isst später Mittag und setzt sich abends später an den Computer um noch ein wenig zu Chatten. Sechs Stunden, die man in Deutschland nutzt sich schlafen zu legen. Sechs Stunden die sich zwar nach nichts anhören aber praktisch dazu führen, das man die Ausgereisten isoliert.

Wer hat schon um 16:00 Lust tiefgründige Gespräche zu führen? Wenns draußen noch hell ist, das erste Bier zu früh wäre, noch nichtmal die Simpsons durch sind,... Sechs Stunden sind nicht wenig, wenn es um den Tagesrythmus geht. Drum gedenkt der Exilanten und redet mal mit ihnen. Stellt euch einen Wecker auf früh um fünf, genießt den Sonnenaufgang und holt die ersten Brötchen vom Bäcker. Und redet mit einem Ami.

Dienstag, 10. Februar 2009

Prokrastination.

Klingt im englischen viel cooler, ist auch deutlich bekannter als das deutsche Pendant (mit "k") und verhindert auch im großen Amerika den menschlichen Fortschritt.

Ich habe Prüfungszeit. Bin eben erst hier gelandet, habe mich auf die faule Haut gesetzt und lerne. Wenn denn nicht das Entkalken der Spüle von der WG in der ich gerade hause dazwischen kommt...
Und es gäbe so viel zu tun: Konten ordnen, Diplomarbeit, Prüfungen, Wohnung, Krankenkasse,... Sogar Postkarten könnt ich schreiben...

Link zum Thema: Buchtipp.
Begriffserklärung: Link.